Kreative und nachhaltige Ostern: ökologisch, fair und tiergerecht

Die Ostertage stehen vor der Tür. Wie lässt sich Ostern nachhaltig feiern? Unsere Tipps für ein buntes und umweltfreundliches Osterfest im Kreise der Familie.

Nachhaltige Ostern: Kind beim Eier färben

1. Schokohasen – fair

Die meisten Osterhasen im Supermarkt haben außen eine nur wenig ökologische Verpackung und innen verantwortet die Schokolade Palmöl oder gar Kinderarbeit.

Schokohasen gibt es jedoch auch biologisch und fair sowie vegan.

2. Osternester – natürlich

Künstliches Ostergras oder Plastiknester braucht nun wirklich niemand. Viel hübscher sind duftendes Heu oder grünes Gras.

Hier findest du Ideen, um Osternester selbst zu basteln.

3. Dekoration – blühend

Bitte nicht: Weiden- oder Palmkätzchen in der Natur abschneiden. Die flauschigen Blüten sind eine der wenigen Nahrungsquellen, die Insekten in dieser Zeit zur Verfügung stehen. Teilweise stehen sie sogar unter Naturschutz.

Vielleicht findet sich ja eine Nachbar*in, die du nach etwas Baumschnitt fragen kannst. Ansonsten bleibt eben doch nur der Gang in den Blumenladen deines Vertrauens.

4. Ostereier – ökologisch

Die leuchtend bunten Eier, die es einzeln oder in der Plastikpackung im Supermarkt zu kaufen gibt, stammen leider zumeist aus Käfighaltung.

Setze beim Kochen und Backen im Sinne des Tierwohls auf Ei-Alternativen. Wenn du auf dein Osterei nicht verzichten möchtest, dann kaufe regionale Bio-Eier, die du dann selbst mit Naturfarben färben kannst.

Nachhaltige Ostern: Natürlich Eier färben

5. Fisch – zertifiziert

Traditionell betrachtet, gehört der Fisch an Karfreitag auf den gedeckten Tisch. Der Konsum von Fisch verantwortet jedoch einen drastischen Rückgang der marinen Meeresfauna sowie die Verschmutzung der Meere. Wirklich tiergerecht sind nur pflanzliche Alternativen.

Wenn du dennoch Fisch essen möchtest, solltest du unbedingt auf seine Herkunft und auf das Bio-Siegel achten. Die Fische, die zumindest etwas nachhaltiger gefischt werden, findest du beispielsweise im WWF-Fischratgeber.

6. Osterlamm – cruelty-free

Das Osterlamm steht sinnbildlich für den Opfertod von Jesus. Auch heute noch essen viele Christ*innen zu Ostern Lammfleisch. Das ist jedoch fast immer mit Tierleid verbunden! Das konventionelle Lammfleisch, das zu Ostern auf den Markt kommt, stammt eben von Lämmern (übersetzt: Babyschaf), die im Winter geboren und meistens im Stall gemästet werden, um zu Ostern das Schlachtgewicht zu erreichen.

Wer dennoch unbedingt Lammfleisch essen möchte, sollte regionales und biologisch zertifiziertes Fleisch kaufen, um zu gewährleisten, dass die Lämmer zumindest tiergerecht gehalten werden. Im Sinne des Tierwohls ist in jedem Fall eine fleischlose Variante zu bevorzugen.

7. Osterfeuer – tiergerecht

Für viele gehört zum Osterfest ein traditionelles Osterfeuer. Doch für die Umwelt samt Tierwelt sind die lodernden Flammen und damit einhergehenden Rauchschwaden weniger ein Vergnügen. Zum einen erreichen die Feinstaubwerte an Ostern Rekordwerte. Zum anderen nutzen Tiere die Holzhaufen gerne als Rückzugsort.

Solltest du trotzdem ein kleines Osterfeuer planen, beachte bitte folgenden Hinweis: Da sich Tiere gerne in den Haufen der Osterfeuer verstecken und dort eventuell sogar brüten, solltest du das Holz keinesfalls schon Tage vor dem Fest aufstapeln, sondern es erst an Ostern auftürmen.

8. Geschenke – nachhaltig

Früher wurden bunte Eier und ein bisschen Schokolade verschenkt. Heute bringt der Osterhase auch mal gerne kleine Geschenke. Bei diesen öko-fairen Geschenken strahlen Kinderaugen.

Nachhaltige Ostern: gefärbte Ostereier