Unsere Haltung: konkrete Umweltstandards statt pauschaler Versprechen
Die Geschichte der dieUmweltDruckerei beginnt 2009 mit einer einfachen Idee: Die Vorteile des Onlinedrucks sollten mit konkreten Anforderungen an Material und Herstellung verbunden werden. Printprodukte aus Papier mit 100 Prozent Recyclingfasern sollten einfach online bestellbar, professionell produziert und für möglichst viele Menschen und Unternehmen zugänglich sein.
Ein Name als Selbstverpflichtung
Der Name dieUmweltDruckerei wurde bewusst gewählt. Er ist für uns kein Versprechen, dass Druckprodukte ohne Auswirkungen auf die Umwelt entstehen. Papierherstellung, Druck, Weiterverarbeitung und Transport benötigen Rohstoffe und Energie. Der Name beschreibt vielmehr den Maßstab, den wir seit der Gründung an unsere Entscheidungen anlegen: Wo der Printmarkt aus unserer Sicht nicht weit genug geht, wollen wir strengere und nachvollziehbare Anforderungen an Material und Produktion definieren.
Dieser Grundgedanke ist seit 2009 gleich geblieben. Wir wollen nicht um jeden Preis das größte Sortiment oder bei jedem Produkt den niedrigsten Marktpreis anbieten. Unser Anspruch ist, professionelle Printprodukte mit festgelegten Grundlagen zu möglichst zugänglichen Preisen bereitzustellen.
Vom einzelnen Druckbetrieb zum Produktionsnetzwerk
Heute ist dieUmweltDruckerei eine Bestell- und Steuerungsplattform für Druckprodukte. Die Fertigung erfolgt bei ausgewählten Produktionspartnern. Damit ist klar getrennt, welche Rolle wir übernehmen und wo die physische Produktion stattfindet: Wir entwickeln das Sortiment, organisieren den Papiereinkauf, beraten Kundinnen und Kunden, prüfen Druckdaten, bereiten Produktionsdaten vor und wählen für den jeweiligen Auftrag einen geeigneten Partner aus.
Unser Netzwerkmodell folgt dem Prinzip „Nutzen statt zusätzlich bauen“: Wir organisieren die Herstellung über qualifizierte Produktionspartner und nutzen dabei bereits vorhandene Anlagen und verfügbare Kapazitäten. Deshalb bauen und betreiben wir keinen eigenen umfassenden Maschinenpark und keine eigenen Produktionshallen. Das macht die Produktion nicht auswirkungsfrei: Die mit der Herstellung verbundenen Umweltwirkungen – insbesondere durch Energie, Materialien und Transporte – bleiben Bestandteil unserer Wertschöpfung und werden von uns nicht ausgeblendet.
Unsere Produktionsgrundlagen und Materialtransparenz
Welche Grundmaterialien für ein Produkt eingesetzt werden, weisen wir im Onlineshop produkt- beziehungsweise kategorienbezogen aus. Für den Bereich „Recycling-Sortiment“ gilt: Alle dort gezeigten Produkte werden auf 100 Prozent Recyclingpapier gedruckt. Bei diesen Produkten verzichten wir bewusst auf Frischfaserpapier, weil für die vorgesehenen Anwendungen gut geeignete Recyclingalternativen verfügbar sind.
Produkte mit einem anderen Materialaufbau führen wir in gesondert gekennzeichneten Kategorien. Dort benennen wir das bedruckte Grund- oder Obermaterial und, soweit relevant, weitere funktionale Bestandteile getrennt. Ein Aufkleber kann beispielsweise ein bedrucktes Obermaterial aus 100 Prozent Recyclingpapier besitzen, während sein Trägermaterial aus Frischfaserpapier besteht. Auch eine Folie auf Maisstärkebasis wird als eigene Materialkategorie ausgewiesen. Solche Produkte beziehen wir nicht in die allgemeine Aussage über Druckprodukte auf Recyclingpapier ein.
Unser Anspruch ist, innerhalb der technisch geeigneten und belegbaren Möglichkeiten eine Materialvariante anzubieten, die unseren festgelegten Anforderungen entspricht. Wo einzelne Bestandteile davon abweichen, legen wir dies offen. Varianten, die unsere Anforderungen nicht erfüllen, nehmen wir nicht in das jeweilige Angebot auf.
Unabhängig vom ausgewiesenen Grundmaterial gelten für die Herstellung unserer Produkte außerdem folgende Grundlagen:
- 100 Prozent Ökostrom für die Herstellung unserer Produkte beim jeweiligen Produktionspartner.
- Je nach Druckverfahren gelten unterschiedliche Anforderungen an die eingesetzten Druckfarben. Die jeweiligen Vorgaben erläutern wir im Artikel „Farben“.
Diese Anforderungen sind kein Gütesiegel für das gesamte Unternehmen und gelten nicht automatisch für jedes Produkt. dieUmweltDruckerei ist Zeichennehmerin für Druckerzeugnisse nach DE-UZ 195. Den Blauen Engel nennen und verwenden wir ausschließlich für Produkte und Ausführungen, die von unserem gültigen Zeichennutzungsvertrag erfasst sind.
Standards werden durch tägliche Arbeit wirksam
Umweltstandards bestehen für uns nicht nur aus einer Produktbeschreibung im Onlineshop. Wir steuern die festgelegten Papiersorten zentral, prüfen ihre Zuordnung zu Produkt und Grammatur und stimmen Verfügbarkeiten mit Lieferanten und Produktionspartnern ab. Wir verbinden Material, Druckverfahren, Format, Auflage und Weiterverarbeitung so, dass daraus ein technisch geeignetes und bestellbares Produkt entsteht.
Dazu gehören auch Beratung, Druckdatenprüfung und die Automatisierung wiederkehrender Abläufe. Standardisierung und Automatisierung sollen Kosten und Fehlerquellen begrenzen, ohne die grundlegenden Anforderungen an Papier, Strom und Druckfarben zu reduzieren. Bei der Auswahl und Entwicklung unserer Produktionspartner berücksichtigen wir außerdem, welchen Anteil sie an unserem Produktionsvolumen haben: Je größer und dauerhafter dieser Anteil ist, desto umfassender sollen zusätzliche Nachweise und Prüfungen sein.
Weiterentwicklung gehört zu unserer Philosophie
Unsere Anforderungen sind kein abgeschlossener Zustand. Materialien, technische Möglichkeiten, Nachweise und rechtliche Vorgaben verändern sich. Deshalb überprüfen und entwickeln wir unsere Standards weiter. Wo eine geeignete Lösung noch fehlt, benennen wir Ausnahmen oder offene Schritte, statt eine größere Umweltwirkung zu behaupten, als belegt werden kann.
Transparenz bedeutet für uns auch, den Geltungsbereich einer Aussage klar zu benennen: Bezieht sie sich auf das Papier, die Druckfarbe, den einzelnen Auftrag, den Produktionsstandort oder das Unternehmen? Erst diese Einordnung macht Umweltinformationen nachvollziehbar. Genau darin liegt unser Verständnis von dieUmweltDruckerei: konkrete Anforderungen festlegen, ihre Umsetzung organisieren, Nachweise prüfen und den eigenen Maßstab Schritt für Schritt weiterentwickeln.


