
Herr Dr. Riemer-Schadendorf, wer steckt hinter The Wave Project und was ist Ihre Mission?
The Wave Project e.V. ist aus einer Weltreise unseres Gründers Akim Akhter heraus entstanden. Die Idee dahinter ist, dass gemeinschaftliches Engagement eine Wirkung entfalten kann wie eine Welle. Unser Ziel ist es, Kindern und Jugendlichen weltweit Zugang zu Bildung zu ermöglichen.
Wir arbeiten eng mit lokalen Partnerorganisationen zusammen und setzen Projekte direkt vor Ort um. Dabei ist uns besonders wichtig, transparent zu arbeiten und genau zu zeigen, wie und wo Unterstützung ankommt. So können unsere Unterstützer:innen die Wirkung ihres Engagements unmittelbar nachvollziehen.
In welchen Regionen engagiert sich The Wave Project konkret?
Unsere Projekte konzentrieren sich auf Regionen, in denen Armut den Zugang zu Bildung stark einschränkt. Aktuell sind wir unter anderem in Indonesien, Pakistan und Kenia aktiv.
Auf Bali unterstützen wir beispielsweise Kinder im strukturschwachen Ban-Dorf. In Pakistan setzen wir uns für bessere Lernbedingungen in überfüllten Schulen ein. In Kenia liegt unser Fokus auf Bildung und Ausbildungsmöglichkeiten, um Perspektivlosigkeit entgegenzuwirken.
Darüber hinaus engagieren wir uns auch in Tansania. Dort sind wir in der ländlichen Morogoro-Region tätig und ermöglichen Kindern und Jugendlichen Zugang zu zukunftsorientierter Schulbildung. Die Bedingungen vor Ort sind häufig sehr herausfordernd.
Sie sind der Projektreferent für Tansania. Können Sie uns mehr über Ihr Engagement vor Ort erzählen?
Sehr gerne. Ende letzten Jahres war ich in Tansania. Genauer gesagt in dem Dorf Kidatu. Viele Familien leben dort von Subsistenzwirtschaft und haben nur begrenzten Zugang zu grundlegender Versorgung und Bildung.
Die Schule vor Ort ist nur unzureichend ausgestattet und sie erhält fast keine staatliche Unterstützung. Um das zu verdeutlichen: Derzeit sind 101 Schüler:innen in der Schule gemeldet, doch die Schule erhält umgerechnet nur 100 US Dollar staatliche Unterstützung pro Jahr für die gesamte Schule. Das ist weniger als ein Dollar pro Kind pro Jahr für Bücher, Unterkunft, Schulmaterialien, Kleidung und Verpflegung. Unser Projekt setzt genau bei diesem Versorgungsproblem an. Wir unterstützen die Schulgemeinschaft mit dringend benötigten Ressourcen und verbessern die Lernbedingungen nachhaltig.
Dabei geht es nicht nur um Bildung im klassischen Sinne. Es geht auch darum, Kindern eine stabile Grundlage für ihre Zukunft zu geben. Das erreichen wir durch bessere Infrastruktur, geeignete Materialien und eine langfristige Förderung. Unser Ansatz ist es, gemeinsam mit der lokalen Community Lösungen zu entwickeln, die Bestand haben. 
Was treibt Sie persönlich an, sich für diese Projekte zu engagieren?
Mich motiviert vor allem die direkte Wirkung unserer Arbeit. Wenn man vor Ort sieht, wie sich Lebensrealitäten durch Bildung verändern, wird deutlich, wie wichtig dieses Engagement ist. Bereits relativ kleine Spendenbeträge erzeugen für den Schulalltag eine positive Veränderung. Beispielsweise konnten mit wenigen hundert Euro bereits ein Schulgemüsegarten angelegt und eine Wasserleitung gebaut werden.
Unser Ziel ist es, nicht nur kurzfristig zu helfen, sondern langfristige Perspektiven zu schaffen. Jede Unterstützung trägt dazu bei, dass Kinder ihre Zukunft selbst gestalten können. Genau das ist der Kern unserer Arbeit. Am Ende geht es darum, gemeinsam etwas zu bewegen. Viele kleine Beiträge können zusammen eine große Wirkung entfalten und genau daran glauben wir.
Warum habt ihr euch für die Produktion der Flyer auf 100 % Recyclingpapier mit Biofarben entschieden – und warum mit der UmweltDruckerei?
Als ehemaliger Nachhaltigkeitsleiter der UmweltDruckerei lag es für mich natürlich auf der Hand, dieUmweltDruckerei für unseren Verein als Ökodruckpartnerin vorzuschlagen. Alleine, dass die Produktion von Recyclingpapier 100 % Holz, 78 % Wasser und 68 % Energie sowie 15 % CO2-Emissionen einspart, hat meine Kolleg:innen sofort überzeugt.
The Wave Project e.V. zeigt eindrucksvoll, wie gezieltes Engagement nachhaltige Veränderungen bewirken kann. Durch Bildungsprojekte weltweit schafft die Organisation Chancen, die weit über den Moment hinauswirken. Davon profitieren einzelne Menschen, ganze Gemeinschaften und kommende Generationen.


