Wann ist ein gedrucktes Buch heute noch sinnvoll?

Analog genießen: Warum „Elmshorn. Superlecker.“ mehr als nur ein Kochbuch ist

Rezepte gibt es im Netz unendlich viele. Man kann sie speichern, teilen oder screenshotten. Doch Hand aufs Herz: Ein digitales Rezept auf dem Smartphone-Display, das ständig ausgeht, während man mehlige Hände hat, ist oft nur eine Notlösung.
Das neue Kochbuch vom Stadtmarketing Elmshorn, „Elmshorn. Superlecker.“, setzt bewusst auf das Analoge. Auf 140 Seiten versammelt es 65 Rezepte von 68 Menschen mit Bezug zur Stadt. Es ist ein kulinarisches Porträt: von der klassischen Familienküche bis zu internationalen Überraschungen, ergänzt durch persönliche Geschichten.Kochbuch Elmshorn

Wann ist Print sinnvoll – und wann nicht?

Wir bei dieUmweltDruckerei wissen: Papier braucht Ressourcen. Deshalb stellen wir uns bei jedem Projekt die Frage: Ist ein gedrucktes Format hier wirklich sinnvoll?

Bei diesem Kochbuch lautet die Antwort: Ja. Ein Buch liegt auf dem Küchentisch. Es wird aufgeschlagen, mit Notizen versehen, vielleicht bekommt es im Laufe der Jahre sogar den einen oder anderen charmanten Saucenfleck. Es ist kein flüchtiger Informationsträger, sondern ein jahrelanger Begleiter im Alltag.

Denise Mertens, Projektmanagerin der Stadtmarke „Elmshorn. Supernormal.“, hat das Projekt konzipiert, gestaltet und redaktionell begleitet. Wir haben sie nach den Hintergründen gefragt:

Drei Fragen an Denise Mertens

Was war der ursprüngliche Auslöser für die Idee zu diesem Kochbuch?

Die Idee dahinter war, unsere Stadtmarke auf eine spielerischere Weise zu präsentieren und gleichzeitig die Elmshornerinnen und Elmshorner aktiv einzubeziehen. Kochen und Essen gehören zum Alltag jedes Menschen – also etwas ganz Normales. Doch gemeinsames Kochen ist super – es verbindet, schafft Begegnungen und macht einfach Freude. Damit passt dieses Konzept hervorragend zu unserer Stadtmarke.

Warum haben Sie sich für ein gedrucktes Buch entschieden – und nicht für ein rein digitales Format?

Vorab haben wir recherchiert: Mehr als 50 % der Befragten gaben an, mit Kochbüchern zu kochen oder sich Rezepte auszudrucken, um sie zu sammeln – und das unabhängig vom Alter. Außerdem konnten wir uns mit dem Buch während des Auftaktevents bei allen Teilnehmenden bedanken, bei dem die Kochbücher gegenseitig signiert wurden. Digital wäre das kaum möglich gewesen.

Welche Rolle spielt das Buch heute für Elmshorn – eher Alltagsbegleiter, Geschenk oder Dokument der Stadt?

Glücklicherweise vereint es all diese Aspekte. Mit kleinen Interviews dokumentiert es die Menschen in Elmshorn ebenso wie den hiesigen Wochenmarkt, Gemeinden und Vereine, unsere Städtepartner und vieles mehr – und spiegelt so die Vielfalt der Stadt wider. Daher ist es auch in unserem Stadtarchiv zu finden. Gleichzeitig ist es ein ideales Geschenk: Es enthält sowohl alltagstaugliche Rezepte als auch praktische Meal-Prep-Ideen.

Wir danken Denise Mertens für das Gespräch und die Einblicke in die Entstehung des Kochbuchs.

Das Kochbuch „Elmshorn. Superlecker.“ ist im Onlineshop der Stadtmarke erhältlich.

Auch shz.de berichtete über das Projekt und das Auftaktevent:
– „Superlecker: So entsteht das neue Elmshorn-Kochbuch“
– „65 Gerichte, ein Kochbuch: Das sind die Lieblingsrezepte der Elmshorner“

Konsequente Herstellung: Material und Wirkung

Nachhaltigkeit ist bei diesem Projekt kein pauschales Versprechen, sondern messbar:

  • 100 % Recyclingpapier: spart im Vergleich zu Frischfaser Holz, Wasser und Energie.
  • Bio-Farben: auf Pflanzenölbasis statt Mineralöl.
  • Erneuerbare Energie: für eine klimaschonende Produktion.

Gutes tun schmeckt besser: Das Buch wirkt auch direkt vor Ort. Pro verkauftem Exemplar fließt ein Euro an das Elmshorner Spendenparlament, um lokale Projekte zu unterstützen.
„Elmshorn. Superlecker.“ zeigt, wie moderne Kommunikation funktioniert: Inhalt, Nutzung und ökologische Wirkung greifen perfekt ineinander. Ein Buch, das bleibt.

Kochbuch Elmshorn
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